Bei langen Läufen verzichte ich nicht mehr auf darauf: Energygel, der kleine schnelle Energielieferant. Nach etlichen Selbstversuchen mit diversen Gels weiß ich, welches mir schmeckt, welches ich vertrage, bei welchen Distanzen ich wann zu welchem Ausdauergel greife. Unangenehm wird es nur, wenn die Packung falsch einreißt und die Hälfte des Gels in der Hand statt im Mund landet. Oder, bei wiederverschließbaren Tuben, das Gel in der Hose ausläuft. Alles schon passiert.

Letzteres geschehen bei Hamburger Staffel-Marathon 2015. Als Erstläuferin meines Teams übernahm ich die 16 Kilometer; kurz vor der Wasserstation bei Kilometer 8/9 im Stadtteil Ottensen trank ich etwas von meinem Dextro Energy Liquid Gel Lemon & Caffeine, schraubte dann den Beutel wieder zu und steckte ihn in meine Hosentasche – mit dem Verschluss nach unten. Aufgepusht lief ich weiter. Als ich nach einigen Kilometern den Beutel aus der Tasche ziehen wollte, spürte ich Klebriges an den Fingern. Der Beutel war ausgelaufen. Resultat: Klebrige Hose, klebrige Finger. An der nächsten Wasserstation konnte ich mir zumindest die Hände waschen.
Nich so beim langen Lauf über 20 Kilometer in dieser 9. Trainingswoche. Es ging über die Heidelberger Halbmarathonstrecke: Philosophenweg, Stift, Ziegelhausen, Schloßberg. Vorsichtshalber hatte ich mir zwei Powerbar Power Gel in den Geschmacksrichtungen Lemon & Red Fruit Punch einpackt. Kurz bevor es bei Ziegelhausen für gut einen Kilometer steil bergab ging, nahm ich Lemon; auf Red Fruit Punch griff ich beim „Aufstieg“ über den Mühlenweg am Schloßberg zurück. Eigentlich hatte ich es nur dabei, um die Geschmacksrichtung zu testen. Doch lag es an dem steilen Berg? War ich schon so ausgepowert? Jedenfalls: Der kleine Beutel riss quer ein. Während ich also an dem Beutel nuckelte und mich immer mehr wunderte, dass ich kein Gel schmeckte, lief dieses beständig über meine Hand und Finger. Nicht schlimm? Nun, hört sich erst einmal nicht dramatisch an. Laufen tut man schließlich mit den Beinen und Füßen; ein bißchen Gel an den Händen kann da nicht schaden. Doch. Mir schon. Die Wärme an diesem Sonntagvormittag tat da ihr übriges. Meine Finger klebten ruckzuck regelrecht zusammen. Bei meiner Armarbeit war das doch sehr hinderlich.

Die Hausaufgabe für die nächste Trainingswoche, die 10. und damit die trainingsintensivste, lautet demnach: „Beutel richtig öffnen beim Lauf“. Der Geschmack übrigens – Red Punch Fruit – ist ok. Extrem süß, aber als Abwechslung zu Lemon jedoch gut einsetzbar.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Daten dieser Woche:
Gesamtkilometer: 61,95 km
Einheiten: 5 (Normaler Lauf, Schwellenlauf, Wiederholungslauf, Normaler Lauf mit Bergsprints, Langer Lauf)
Längster Lauf: 20,35 km
Schnellster Kilometer: 5,11 min/km
5 Kilometer: 28:29
Laufbefinden: Nach einem holprigen Start mit zwei verkorksten Einheiten, war vor allem der lange Lauf ein echtes Highlight.

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