trainingsplan halbmarathon: woche 2, das laufmantra;

Trainingswoche 2 überstanden. Wie Woche 1 fühlte sich jede der 5 Trainingseinheiten unglaublich anstrengend und kraftraubend an. Ins Training einsteigen, nach Plan laufen fällt mir derzeit körperlich schwer, auch wenn ich abgesehen von der Erkältungspause im Januar mein Training über den Winter nicht komplett heruntergefahren habe. Meine Beine sind schwer und brennen, ich komme nicht in Fahrt, die Zündung fehlt. Was hilft? Ein Laufmantra. Und dann einfach weiterlaufen.

Manchmal ist es einfach nur ein 3, 2, 1. Noch drei Sprints, noch zwei, noch einer. Oder Schritte zählen. Oder einen Vers. Läufts beim Lauf bei mir mal nicht so rund, spreche ich in Gedanken oft solch ein Mantra. Ein Mantra ist eine Aussage oder ein Merkspruch, der traditionell in der Ursprungssprache, also Sanskrit, gesungen, gesprochen oder in Gedanken rezitiert wird. Durch das mehrmalige Rezitieren eines Mantras soll erreicht werden, dass man im Denken an das Objekt verweilt. Das Mantra dient dabei als Stütze.

Mantars unterstützen bei der Trainingseinheit

Soweit die Theorie. Was hat das mit Laufen zu tun? Was mit meinem Trainingsplan und was mit dieser Trainingswoche? Und überhaupt: Singe ich beim Laufen? Zu letzter Frage: Nein. Mantras helfen mir, anstrengende Läufe wie einen Schwellenlauf durchzuhalten. Ich nutzte sie diese Woche bei den 8 x 200m Wiederholungsläufen, als ich das Gefühl hatte, Gewichte an meinen Beinen herumzutragen. Ich spreche sie in Gedanken solange, bis mein Gehirn das Denken darüber einstellt, was ich gerade tue und und wie es sich anfühlt und was noch vor mir liegt. Solange, bis mein Denken voll auf das Mantra eingestellt ist und mein Körper funktioniert. Mantras helfen mir, wenn ich laufe. Sie helfen mir, auch im Alltag, mich zu konzentrieren, mich auf eine Sache zu fokussieren, sie unterstützen mich, wenn ich wieder zu mir finden muss. Dann kehrt Ruhe ein. Dann kann ich den Lauf oder eine Serie oder eben den Alltag besser durchziehen.

Wochenübersicht Trainingsplan Halbmarathon

Die Daten dieser Woche:
Gesamtkilometer: 50,55 km
Einheiten: 5 (Normaler Lauf, Schwellenlauf, Wiederholungslauf, Normaler Lauf mit 4 Bergsprints + 4 Steigerungen, Langer Lauf)
Längster Lauf: 15 km
Schneller Kilometer: 5:06 min/km
Laufbefinden: Anstregend, erst der längste und letzte Lauf lief rund

Intervalllauf am Berg

Übrigens: Bei Bergläufen lassen sich Mantras besonders gut einsetzen. So wie Montag dieser Trainingswoche, als ich zum ersten Mal in diesem Jahr den Kappelberg hinaus lief und dort Treppenläufe absolvierte. Der Berg wurde dadurch nicht flacher, die Treppenstufen nicht weniger (immerhin 120), doch es half, mich weniger auf den ach so steilen Berg und die Schmerzen, als mehr auf den Lauf und die Aussicht und die frühlingshafte Luft zu konzentrieren.

In Trainingswoche 3 steht statt den Wiederholungsläufen eine Intervalleinheit auf dem Programm. Nach den kleinen Intervallsprints am Berg diese Woche, werde ich ein Laufmantra – oder mehrere – dafür sicher gut brauchen können.

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