socken und stutzen: laufen mit kompression;

Ich steh drauf: Kompressionsstrümpfe. Klingt erstmal fürchterlich unsexy, deshalb werden sie im Laufsport vermutlich meist auch als „compression socks“ angeboten. Seit längerer Zeit laufe ich vor allem lange Strecken mit den Beinlingen und kann sagen: Es hilft. Über die Vorteile der farbenfrohen Kompressionsbekleidung.

Keine Laufveranstaltung, bei der man nicht die farbenfrohe Wadenbekleidung zahlreicher Läufer sieht. Rot, grün, gelb, blau, orange, Neonfarben – keine Farbe, die es nicht gibt. Die Beinlinge sind im Laufsport längst ein Trend; einer, der in meinen Augen wirklich sinnvoll ist.

Compression socks: Leichte Beine, dickes Material

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Reduktion von Muskelschmerzen, Krämpfen und Muskelkater, unterstützt die Regenerations- und Leistungsfähigkeit, keine müden Beine – das versprechen die Hersteller der Kompressionsstrümpfen. Das Prinzip: Die Socken drücken auf das Gewebe und die venösen Blutgefäße. Die Venenklappen schließend dadurch besser, der Rückfluß von Blut und Lymphflüssigkeit zum Herzen funktioniert besser. Kurz: Die Kompression fördert die Durchblutung und reduziert damit Muskelbeschwerden. Was im medizinischen Bereich mit Thrombosestrümpfen funktioniert, müsste doch auch beim Laufen wirkungsvoll sein, dachte ich mir, als ich vor einigen Jahren die ersten Strümpfe bestellte. Kompressionsstrümpfe und – stutzen gibt es in allen möglichen Farben und von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Weiten. Ich entschied mich für die „compression socks“ von CEP. Vorher den Wadenumfang an der stärksten Stelle messen und die entsprechende Größe auswählen. Nach einigen Läufen war ich begeistert von den Strümpfen: Die Kompression sorgt für ein angenehmes, leichtes Gefühl in den Waden. Ich hatte weniger schwere Beine bei meinen langen Läufen.

Nachteile: Die Strümpfe lassen sich zwar relativ leicht anziehen, das Ausziehen jedoch erfordert etwas Übung. Schwerer wiegt das Material der „Füßlinge“, das sehr dick ist und dadurch für eine starke Wärmeentwicklung sorgt. Dampfende Füße nach wenigen Kilometern. Im Winter bei frostigen Temperaturen mögen warme Füße ja angenehm sein, ab 0 Grad jedoch ist es mir mit den Strümpfen deutlich zu heiß in den Schuhen. Hinzu kommt, dass die Strümpfe anhand der Größe der Wadenmuskulatur und nicht auch nach der Schuhgröße angeboten werden. Die Strümpfe sind mir dadurch ein bisschen zu groß. Ein „bisschen“ mit Wirkung: Das ist nicht nur unangenehm beim Laufen, weil ich das Gefühl habe, zuviel Socke im Schuh zu haben. Es erhöht, viel schlimmer, auch die Gefahr, sich Blasen zu laufen.

Auch nach dem Lauf: Kompression unterstützt die Regeneration

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Diese Erfahrungen brachten mich zu den „compression calf sleeves“, den Stutzen, mit denen ich seitdem fast jeden längeren Lauf bestreite. Abgesehen, dass die compression calf sleeves bereits beim Laufen durch die Kompression für ein angenehmenes Gefühl in den Waden sorgen, zeigen sie ihre Wirkung vor allem nach dem Lauf. Stichwort: Regeneration. Gestern war beispielsweise so ein Tag. Nach einem langen Lauf über 15 Kilometer mit Kompressionsstutzen zog ich nach dem Duschen erneut die Stutzen für gut zwei Stunden an. In der Nacht hatte ich keine Wadenschmerzen oder gar Krämpfe. Heute beim Lauf über 11 Kilometer: Dicke Waden Fehlanzeige. Meine Beine fühlten sich ausgeruht und leicht an.

Compression Night: Gut sichtbar sein dank Neonfarben und Reflektorstreifen

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Praktischerweise gibt es die Stutzen auch in der „Nacht“-Variante, also in neongrellen Farben und mit Reflektorstreifen. Das sieht, wie ich meine, nicht nur gut aus, sondern ist auch absolut sinnvoll, um im Dunkeln besser gesehen zu werden. Dass ich neulich bei einem meiner Abendläufe mit einer neongelben Regenlaufjacke, neongrünen Stutzen und neongrünen Elementen am Schuh allerdings aussah wie eine „Deichkind„-Konzertbesucherin – who cares? Da stehe ich drüber.

Hier gehts zu einem Test der CEP-Socken.

Was haltet ihr von Kompressionssocken? Wer läuft mit? Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

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