laufen in neongelb;

Die Tage sind bereits kürzer: Hell wird es morgens gegen halb acht und abends um sieben ist es bereits stockdunkel. Blöd für Läufer wie mich, die ungern im Dunkeln laufen. Dass es dazu momentan noch echtes Schietwetter ist, wie der Norddeutsche sagt, steigert die Motivation nicht sonderlich. Gut, wenn wenigstens die Laufklamotten strahlen.

„Jetzt beginnt die Zeit, in der man den Schweinehund überwinden muss, um abends noch Laufen zu gehen“, meinte neulich ein Kollege zu mir. Wie wahr. Das Duo „dunkel & nasskalt“ liegt mir nicht. Bin ich bereits beim Laufen, dann kann es gern dunkel werden, anfangen zu regnen, hageln, schneien, aber bereits vor dem Start?

Was mein Lauftraining zusätzlich durcheinanderbringt: Ich lebe nun in einer Kleinstadt. Idyllisch gelegen an Weinbergen, Wiesen und Feldern, für abendliche Läufe jedoch für mich zu einsam. Die Alternative ist: Der Lauf an der Straße durch die „Stadt“. Bei einer Runde durch den Ort komme ich dabei auf 6-7 Kilometer. Mager.

Laufbekleidung: Hauptsache grell

Noch habe ich nicht aufgegegeben, eine bessere Abendlaufstrecke zu finden. Die steigert dann vielleicht auch meine Motivation, abends bei Dunkelheit und Kälte und Nässe die Laufschuhe zu schnüren. Das passende Outfit dafür habe ich seit Kurzem auch: eine neongelbe Laufregenjacke. Damit sehe ich aus wie eine Techno-Jüngerin auf Speed. Oder eine Deichkind-Konzertbesucherin. Wen schert’s. Damit bin ich defintiv nicht mehr zu übersehen von Autofahrern, Radfahrern oder Fußgängern. Beim Premierenlauf diese Woche nach Feierabend fühlte ich mich auch gleich viel sicherer. Schade nur, dass die Jacke nicht auch noch den Weg leuchtet; das wäre perfekt.

Kleidung also habe ich. Fehlt nur noch der „Goldene Herbst“ und ach ja, die Motivation. Das Wettkampfjahr ist vorüber, das Jahresziel „2000 Kilometer“ ist in weite Ferne gerückt: Aktuell stehe ich erst bei 1608 Kilometern. Vielleicht kommt mir die Zeitumstellung nächste Woche bei den Lichtverhältnissen entgegen. Da wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Dadurch ist es abends länger hell. Dies könnte sich positiv auf meine Motivation ausüben, was sich dann letztendlich auch wieder am Kilometerstand ablesen lässt.

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