i wie: Intervall;

Da kann man schon durcheinander kommen: Schwellentraining, Intervalltraining, Wiederholungsläufe, Tempoläufe. Lange Läufe. Marathonläufe. Jeden Tag etwas anderes. Was alle Läufe vereint: man rafft sich auf, setzt einen Fuß vor den anderen, zwischendurch tuts dann manchmal ein bisserl weh. Und am Ende ist man froh und glücklich, wenn man es geschafft hat. So wie ich heute. Das „I“ wie Intervalltraining stand auf dem Plan. Letztes Jahr hatte ich das 30-20-10-Intervaltraining für mich entdeckt: 30 Sekunden langsam joggen, 20 Sekunden im Wettkampftempo laufen, 10 Sekunden sprinten. Das ganze 5x, dann 2 Minuten Pause. Die Serie habe ich bis zu drei Mal hintereinander gemacht. Eine abwechslungsreiche Alternative, anstrengend und effektiv wie ich finde.

Heute jedoch habe ich mich an Jack Daniels-Plan gehalten; Plan ist Plan. Statt 30-20-10 hieß es also: 6x 2 Minuten „Hartes Laufen“, dann 1 Minute joggen. Nach dem Schwellentraining gestern war es allerdings eher ein „Doppelt-Hartes-Laufen“. Meine Beine waren schwer und ich schleppte mich mühsam wie ein beleierner Sack Mehl durch die 2 Minuten, um dann festzustellen, wie kurz doch 1 Minute sein kann. Erst beim 5. und 6. Lauf kam ich in Fahrt, wurde ich wach und fing ich an, das Intervalltraining zu genießen. Kurze schnelle Läufe, danach traben, wieder schnell laufen und schwupp, da war die Trainingseinheit auch schon wieder vorbei.

Was allerdings heute schon sicher ist wie das Amen in der Kirche: Ich werde jede einzelne Sekunde der 6x 2 Minuten „Hartes Laufen“ morgen in den Beinen spüren.

3 Comments

  1. Da interessiert mich dann doch wie Du die beiden verschiedenen Zeitintervalle im Vergleich siehst?
    30-20-10 und das eher statischere Minutenprogramm.

    Und das zweite was mich interessiert ist, wie Du die kurzen Intervalle (30 sek usw.) komfortabel mitbekommst. Weil jede 2. Sekunde auf die Uhr schauen ist wahrscheinlich eher nicht so toll.

    Ich hoffe ich entlocke Dir nicht zu viel Trainingsgeheimnisse damit – Es interessiert mich einfach 🙂

    Viele Grüße,
    Hans

    1. Trainingsgeheimnisse habe ich nicht 😉
      Das eher statische Minutenprogramm mit 6x 2 Minuten fand ich deutlich anstrengender als 3x die 5er Serie 30-20-10.
      Komfortabel bekomme ich die Serie allerdings wirklich nicht hin. Ich laufe mit der TomTom Runner; bei der kann ich die Intervalle nicht programmieren. So hilft mir also wirklich nur der Blick auf die Uhr. Allerdings: je öfter man das macht, umso mehr bekommt man ein Gespür dafür, wie lange 30 Sek., 20 Sek. etc. sind. Also hat es auch wieder ein Gutes 🙂
      Inwieweit sich die beiden Intervalle nun auf meine Zeit auswirken, kann ich nicht sagen bzw. noch nicht. Ich meine gelesen zu haben, dass 30-20-10 auch eher für Kurzstrecken (bis 10km) optimal ist; für meinen Halbmarathon dann wahrscheinlich eher nicht. Eine Kollege läuft 5km und hat sich damit schnell und enorm verbessert, wie er sagt.

      Momentan finde ich das Intervalltraining im Minutenprogramm eine gute und fordernde Abwechslung zu den langen Läufen.

      Welche Erfahrungen hast du mit Intervalltraining?

      Viele Grüße,
      Christine

      1. Servus Christine,
        ich habe im Rahmen von so manchem Trainingsplan auch Bekanntschaft mit Intervallen gemacht und auch mit Fahrtspielen.
        Den Trainingseffekt von Intervallen finde ich schon beeindruckend aber halt das AufDieUhrSchauen …. da bin ich immer am Straucheln.
        Mir liegen dann Fahrtspiele mehr, weil ich da weniger auf die Zeit, als auf die Streckentopologie schauen kann. Das funktioniert auch im Dunkeln 🙂
        Viele Grüße,
        Hans

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