halbmarathon trainingswoche 6, laufbekleidung;

Zack. Als hätte jemand den Schalter umgelegt. Plötzlich ist die Mütze zu warm, die Weste zu dick. Diese sechste Trainingswoche hielt meteorologisch gesehen neben Wärme eine ganze Palette an Witterungen für mich bereit: Sonne, Regen, Sturmböen. Das stellte mich einmal mehr die Frage nach der richtigen Laufbekleidung: Was ziehe ich an?

Im gleichnamigen Kinderlied geht es darum, eine Kleidung zu finden, mit der man gut gesehen wird. Für das bin ich beim Laufen bestens gerüstet: Neonfarbene Strümpfe, eine reflektierende Warnweste oder, sollte es regnen, eine neonfarbene Jacke. Komplizierter wird die Frage nach der richtigen Laufbekleidung, wenn die Wetterlage nicht eindeutig ist oder es tagsüber warm und abends, sobald es dunkel wird, doch schnell kalt wird. Laufschuhe, Hose und T-Shirt anziehen – so einfach ist Laufen dann eben doch oft nicht.

Zu warm, zu kalt: Laufbekleidung wählen

So wie letzte Woche. Tagsüber strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen, die morgens und abends hingegen merklich abkühlten. Die Mütze wurde da beim Lauf schnell zu warm und auch meine Laufweste stellte ich nach wenigen Kilometern in Frage. Für kurze Hose und T-Shirt, wie ich es bei einigen anderen Läufern sah, schien es mir dann aber doch noch zu kalt. Denn kaum wurde es dunkel oder ich ging ein paar Schritte zwischen meinen Wiederholungsläufen, kühlte ich ab und war dankbar für die Weste. Zu warm ist besser als zu kalt und das immer noch aber besser als Regen, der einen unvorbereitet trifft. Oder Sturm. Der erwischte mich am Samstag. Gegen Regen hilft eine Regenjacke. Und was gegen Sturm? Genauer gesagt: Sturmböen?

Laufen bei Sturm

Mit Mütze, Langarmshirt, Weste, ¾ Hose und kurzer Hose darüber war ich gut eingekleidet. Mir war weder zu kalt noch zu warm. Das bisschen Nieselregen machte mir nichts aus. Gegen gewaltige Sturmböen auf dem Deich in Hamburg kam ich allerdings trotzdem nicht an. Die fegten bei gemessenen 8 und gefühlten 5 Grad über den Deich und mich dabei fast über den Haufen. Bei Rückenwind war das noch lustig. Einfach abwechselnd die Füße anheben und sich mit dem Wind nach vorne schieben lassen und dabei ein wenig aufpassen, dass eine Böe von der Seite mich nicht vom Deich stieß. Fast so wie Fliegen. Dass meine Weste sich ab und an wie ein Ballon aufblähte, gab mir noch weiteren Schub. Beste Pace: 5,24 min/km. Zurück allerdings kam ich selbst gehend kaum voran. Entlang einer Häuserwand an der Straße schlich ich zurück, mit gebeugtem Oberkörper, Kopf nach unten und einer Pace von 6,39 min/km. Ankommen war das Ziel. Sonntagnachmittag im Süden wiederum wehte ein laues Lüftchen bei angenehmen 10 Grad. Mütze? Überflüssig.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Daten dieser Woche:
Gesamtkilometer: 58,39 km
Einheiten: 5 (Normaler Lauf, Schwellenlauf, Wiederholungslauf, Normaler Lauf, Langer Lauf)
Längster Lauf: 17 km
Schnellster Kilometer: 5,01 min/km
5 Kilometer: 28:04
Laufbefinden: Spaß an jedem Lauf, gut im Fluss, auch bei Gegenwind

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