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Der Körper ist ja wirklich ein Wunderwerk. Da läuft es mal so gar nicht, bei den  Bergintervallen blockiert er, beim Schwellenlauf geht der Lunge die Puste aus, nach einem Treppenlauf melden sich die Waden mit einem fiesen Muskelkater. Den Probelauf der Halbmarathonstrecke mit 19 Kilometer und zwei Anstiegen schafft er dann aber doch. Das positive Ende der durchwachsenen Woche sieben.

Die nüchternen Zahlen der Woche:

  • Gesamtkilometer: 58,05 km
  • Längster Lauf: 19,26 km in einer Pace von 06:19 min/km mit zwei Anstiegen von ca. 9 und 12% Steigung.
  • Meine Lektion: Einfach weiterlaufen.

Diese Woche lief nicht rund; kaum eine Einheit, die so verlief, wie geplant. Hatte ich mir die Wochen zuvor zu viel zugemutet? Ich machte das Beste daraus: Kopf ausschalten, weiterlaufen. Wenn 10x 1 Minuten Bergintervalle nicht funktionieren, weil ich platt bin, dann reichen auch 5 Intervalle. Wenn 5 Kilometer Schwellenlauf zu weit sind, dann bin ich auch mit 4 zufrieden. Was zählt: Ich habe es versucht, die Grenzen verschoben, den Schweinehund überwunden.

Mein Wochenhighlight sollte der lange Lauf am Sonntag werden: Um die 20 Kilometer, gut 2/3 davon auf der Halbmarathonstrecke, zwei Anstiege. Dass ich am Tag zuvor 500 Treppen „mitgenommen“ habe, war taktisch, anders lässt es sich nicht sagen: dämlich. Die Waden blockierten und schmerzten. Doch manchmal überrascht einen der ja eigene Körper auf wundersame Weise: Nach einigen Kilometern hörte der Schmerz auf und selbst der erste Anstieg mit gut 9% Steigung lief sich gut an.

Es passte aber auch alles an diesem Sonntag – das Wetter (nicht zu warm, nicht zu kalt), die Umgebung (im Wald, am Neckar), die anderen Läufer, denen ich begegnete; manchen davon mehrfach (fröhliches Grüßen), die abwechslungsreiche Strecke (flach, bergauf, bergab, flach, bergauf, bergab, flach). Ich begann, richtig Spaß zu haben.

Getrübt wurde der auch nicht beim zweiten Anstieg nach gut 12 Kilometern – 12% Steigung. Meine Muskeln in den Oberschenkeln und Waden übersäuerten, die Schmerzen begannen. Ich wechselte zwischen Gehen und Laufen und versuchte, mit der Läufergruppe vor mir mitzuhalten, mich von ihnen ziehen zu lassen. Das funktionierte bestens, auch wenn ich oben angekommen nur noch Pudding in den Beinen hatte. Und, eine weitere Lektion des Wochenendes, damit läuft es sich auch bergab nicht gut.

Umso erstaunlicher, dass ich dannKilometer 18 noch in der schnellsten Pace von 5:25 min/km hinlegte.

Insgesamt 19,25 Kilometern waren es am Ende. Nicht ganz die Halbmarathondistanz, aber das reichte; ich war zufrieden, der Halbmarathon kann kommen, ich bin bereit. Ein mehr als gutes Ende dieser Trainingswoche.

In diesem Sinne: Nicht lang schnacken, weiterlaufen.

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