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Erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt. So könnte das Motto meiner vierten Trainingswoche für den Halbmarathon Heidelberg lauten. Oder so ähnlich: Immer da, wo ich gerade nicht bin, ist schönes Wetter.

Vor dem Laufen stand wieder einmal die Organisation. Der Lauf am Mittwoch fiel einer Fahrt in den Norden zum Opfer. Um dennoch auf 5 Trainingseinheiten zu kommen, blieb mir also nur: Dienstag und Donnerstag bis Sonntag. Den Montag hatte ich mir als Ruhetag nach meinem langen Lauf über den Wolfsgrundweg fest eingeplant (und war auch bitter nötig). Dienstag ein entspannter längerer Lauf, Donnerstag und Freitag Schwellen- bzw. Wiederholungstraining, Samstag ein längerer Lauf, Sonntag der lange langsame Lauf. Das war der Plan. Das Wetter machte dabei, was es wollte und ich wurde mehrfach überrascht.

Die Woche in Kürze:

  • Meine Stimmung: Heiter bis wolkig bis strahlender Sonnerschein.
  • Meine Konstitution: Trotzt wacker allen meteorologischen Turbulenzen.
  • Das Wetter: Sonnig immer dort, wo ich gerade nicht bin. Ansonsten ein Mix aus fiesem Wind, Wolken und Kälte.
  • Trainingskilometer gesamt: 54,84 Km.
  • Erkenntnis I: Wiederholungslauf ist nicht gleich Schwellenlauf ist nicht gleich Intervalltraining.
  • Erkenntnis II: Langsam ist relativ.

Lief ich am Dienstag noch mit schweren Beinen, so riss ich am Donnerstag und Freitag meine Qualitätseinheiten mit Schwellentraining und Wiederholungstraining ohne viel Aufhebens ab. Letzteres verlangte mir einiges jedoch ab, was ich schmerzhaft am nächsten Tag spüren sollte. Da quälte ich mich mühsam von Kilometer zu Kilometer; selbst die Sonne, die sich überraschenderweise an diesem Tag mal zeigte, heiterte mich nicht wirklich auf. Ich ließ die Sonne Sonne sein und legte mich schlafen. Denn mal ganz ehrlich: Wer sich immer dann zeigt, wenn ich gerade nicht da bin oder dann, wenn ich absolut erschöpft bin, den kann auch ich ignorieren.

Langsam ist relativ

Der Ruhenachmittag zahlte sich aus. Sonntag fuhr ich – langsam sollte ich es wissen – von der Sonne ins trübe Wetter. Bis Kilometer 5/6 schaute ich gefühlt alle 200 Meter auf die Uhr und hatte mit mir schon abgemacht, es bei 10 Kilometern zu belassen. Dann machte es „Klick“; irgendwo zwischen den Feldern setzte mein Hirn aus und ich lief nur noch. Ich schaute immer noch auf die Uhr, lief aber entspannt weiter. Am Ende zeigte meine Uhr 15,5 Kilometer. In einer durchschnittlichen Pace von 6 min/km; sieben Kilometer deutlich unter 6 min/km. Ich war ein wenig schockiert. So viel also zu meinem Vorhaben „ganz langsamer Lauf.“ Ich hatte schlicht nicht gemerkt, wie schnell ich war; ich lief und lief, es ging mir verdammt gut, ich bekam gut Luft und ich hätte noch ewig weiterlaufen können.

Um es nicht zu übertreiben und meinen Wochenschnitt nicht zu weit nach oben zu treiben, hörte ich nach 15,5 Km jedoch auf. Sicherlich nicht die schlechteste Idee der Woche. Auf jeden Fall ein super Abschluss für diese vierte Trainingswoche. Da freue ich mich auf die nächste Woche. Die Eckpunkte für diese: Bergintervalle, Bergläufe und ein wirklich langer Lauf: 17/18/19 Kilometer. Ich klopfe dafür mal auf Holz, denn wie das so ist mit den Vorhaben: Erstens kommt es anders…

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