ach;

Ach, denke ich, denke ich an Israel in diesen Tagen. Ich denke ach Israel, ich sehe die Sonne, wie sie reflektiert auf dem beigefarbenen Asphalt, wie sie brennt auf meiner Haut, wie sie die Stadt erstrahlen lässt in hellem Glanz. Die goldene Kuppel. Hoch oben auf dem Berg, thronend über der Stadt für alle Religionen. Der Sand am Meer, die roten Plastikstühle am Wasser. Ein Mann, mit dem ich bei einem meiner Läufe sprach. Über Deutschland, Hamburg. Die Westbank, das Westjordanland. Der Checkpoint. Nicht zur Deko die Schutzräume in jeder Wohnung, die Kontrollen vor jedem Geschäft.
Jetzt, mal wieder, so akut wie seit Jahrzehnten nicht, stehen sich die beiden Welten in diesem kleinen Landstrich gegenüber, Stirn an Stirn. Sie drohen nicht mehr, sie lassen Raken fliegen, Bomben fallen. Hier wie dort. Keiner von beiden geht zurück, keiner gibt nach. Beide wollen alles. Ganz oder gar nicht. Wer hat angefangen? Das ewig gleiche Spiel. Ein Spiel ohne Antworten. So einfach, zu einfach von außen zu urteilen.
Ach Israel, denke ich. Ach, denn mir fehlen die Worte.

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